Aufwendige Verwandlungssequenzen, magische Kräfte und der ewige Kampf gegen das Böse. Magical Girl Anime haben eine über 60-jährige Geschichte und dabei immer wieder die Anime-Welt verändert. Von den ersten Hexenmädchen der 60er Jahre über den weltweiten Durchbruch mit Sailor Moon bis hin zur düsteren Revolution durch Puella Magi Madoka Magica. Das Genre hatte seine großen Momente, ist zwischendurch aber auch immer wieder in der Nische verschwunden.
Aber was macht Magical Girls eigentlich so besonders? Und welche Serien lohnen sich auch heute wirklich?
In diesem Artikel nehme ich euch mit auf eine Reise durch die komplette Geschichte des Magical Girl Genres. Dabei stelle ich euch die wichtigsten Klassiker und echte Geheimtipps im Detail vor – mit meiner persönlichen Bewertung, damit ihr wisst, wo sich der Einstieg lohnt und welche Titel ihr euch sparen könnt. Dazu kommen weitere Kurztipps.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 – Der Artikel wurde um aktuelle Magical Girl Anime der 2020er und Releases für 2026 ergänzt.
Das Wichtigste zu Magical Girls in Kürze:
- Genre und Merkmale: Ein historischer Überblick über das Magical Girl Genre, von den Anfängen in den 60ern bis heute. Magische Kräfte, aufwendige Verwandlungen, starke weibliche Figuren und große Abenteuer.
- Für wen: Magical Girl Anime gibt es für viele Zielgruppen. Neben den Klassikern, die für fast alle Altersgruppen geeignet sind, gibt es Vertreter speziell für Erwachsene oder Kinder.
- Die wichtigsten Vertreter: Beliebte Serien wie Sailor Moon, Cardcaptor Sakura und Puella Magi Madoka Magica stelle ich euch im Details vor und bewerte sie.
- Weitere nennenswerte Anime: Das Genre bietet aber noch mehr. Ich liste euch auch kleinere Titel auf, die nicht zur ersten Garde gehören, aber durchaus sehenswert sind.
Was sind Magical Girls überhaupt?
Wenn ihr mit dem Genre bisher keine Berührungspunkte hattet, bekommt ihr hier eine kurze Einführung. Ein heute typisches Magical Girl ist ein Mädchen, was auf irgendeine Weise magische Kräfte bekommt und sich zum Nutzen dieser verwandeln muss. Meist handelt es sich um jugendliche Schulmädchen. Ein übernatürliches Wesen oder sprechendes Tier gehört als Begleiter oft dazu.

Das Mädchen erlebt alleine oder in einer Gruppe mit weiteren Magical Girls dann ein Abenteuer, bei dem es gilt eine böse Macht zu besiegen. Die Entwicklung des Charakters steht im Mittelpunkt, aber auch der Alltag spielt größtenteils eine wichtige (Neben-)Rolle.
Im Japanischen wird das Genre meist als Mahō Shōjo (魔法少女) bezeichnet, was sinngemäß „magisches Mädchen“ bedeutet. Bei uns im Westen hat sich dafür der Begriff Magical Girl Anime durchgesetzt.
Kategorien von Magical Girls
Das ist die heute gängige Auffassung, die vor allem durch Sailor Moon, Cardcaptor Sakura und Puella Magi Madoka Magica geprägt ist. Dabei ist das eine Interpretation, die sich erst im Laufe der Jahre gebildet hat. Das werdet ihr in den folgenden Abschnitten noch verfolgen können.
Hier gebe ich euch eine Übersicht über die gängigen Kategorien. Das Genre ist Jahrzehnte alt, es gibt darüber hinaus natürlich viel mehr und sicher lassen sich einige Kategorien auch anders bilden. Einige Magical Girls passen auch zu mehreren Kategorien.
- klassische Schul-Magical Girls
Die allermeisten Magical Girls sind Schülerinnen. Hier findet ihr also fast alle. Wobei es sich teils stark unterscheidet, wie sehr der Schulalltag Raum in der Geschichte einnimmt. Es ist nicht selten, dass die Schule gar nicht oder nur sehr am Rande auftaucht. Andererseits ist sie oft auch einer der Hauptschauplätze.
- Kampf-Magical Girls
Hier sind wir wieder bei der oben genannten Definition, die viele Menschen zum Thema Magical Girl haben. Egal ob alleine im Fall von Cardcaptor Sakura oder im Team, wie bei Sailor Moon. Bei vielen Magical Girls spielt Action und Kampf eine große Rolle. Das Ganze gibt es von kindgerecht, bis voll auf Erwachsene zugeschnitten.
- Idol-Magical Girls
Ein junges Mädchen erhält magische Kräfte und verwandelt sich in ein (oft älteres) Idol, ist eine sehr klassische Idee. Die wohl bekannteste Vertreterin hier ist Creamy Mami. Es gibt aber auch ganze Magical Girl Gruppen, die sich aufmachen, die Welt musikalisch mit Magie zu erobern.
- Dark-Magical Girls
Magical Girls sind oft bunt und mit einer dicken Portion Humor ausgestattet. Das geht aber auch anders. Gerade seit den 2010ern erfolgen sich düstere Magical Girl Geschichten großer Beliebtheit. Die Idee gab es aber auch in den vorigen Jahrzehnten immer mal wieder.
- Hexen und Magierinnen im Alltag
Damit fing alles an. Die klassische Magical Girl Idee hatte wenig mit Weltretten zu tun. Es ging eher um kleine Abenteuer und Herausforderungen im Alltag. Hier geht es vor allem um Freundschaft, Liebe und das alltägliche Leben der Mädchen.
- Magical Girls im Team oder Solo
Während frühe Magical Girls weitgehend solo unterwegs waren, sind viele moderne Vertreterinnen in Teams unterwegs. Wenn gekämpft wird, sind es oft Teams. Die Solo Magical Girls haben oft andere Aufgaben im Fokus. Aber auch hier ist alles in jeder Kombination möglich.
- Sammler-Magical Girls
Cardcaptor Sakura ist hier natürlich die bekannteste Vertreterin, da sie diverse Male entflohene Karten einsammeln muss, die Unfug treiben und sie beim Einsammeln stärker machen. Auch Fate/Kaleid Liner Prisma Illya greift dieses Konzept auf.
Sind Magical Girl Anime nur für Mädchen?
Auf den ersten Blick könnte man das tatsächlich annehmen. Schulmädchen in bunten Kleidern klingt nicht sonderlich männlich oder erwachsen. Der bekannteste Vertreter der Magical Girls war auch für viele Jungs meiner Generation der Einstieg in die Welt der Anime, Sailor Moon. Dieser Anime ist für jedes Alter geeignet und wird unabhängig vom Geschlecht gemocht. Ihr findet aber auch Anime, die sich direkt an Kinder oder genauer Mädchen richten, dazu zählt das ebenfalls recht bekannte DoReMi. Es gibt aber auch Serien, die sich deutlich an ein erwachsenes Publikum richten wie Puella Magi Madoka Magica. Zu diesem Anime lest ihr im Laufe des Artikels noch mehr.
Die besten Magical Girl Anime – Empfehlungen für Einsteiger
Bevor wir zur konkreten Geschichte und den Reviews übergehen, findet ihr hier kurz und knackig den besten Einstieg in das Genre der Magical Girl Anime.
Ihr wollt den Klassiker, an dem kein Weg vorbeiführt? Dann ist Sailor Moon eure erste Anlaufstelle. Kaum ein anderer Anime hat das Genre so geprägt und die japanische Popkultur im Westen so stark beeinflusst. Die originale Serie aus den 90ern ist mit 200 Folgen ein echtes Langzeitprojekt – wenn ihr es kompakter mögt, greift zu Sailor Moon Crystal, das deutlich näher am Manga bleibt.
Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Sailor Moon Guide.


Ihr glaubt, Magical Girls sind nichts für euch? Dann gebt Puella Magi Madoka Magica eine Chance. Der Anime bricht mit fast allen Genre-Klischees und zieht gerade die Leute rein, die mit bunten Verwandlungssequenzen eigentlich nichts anfangen können. Mit nur 12 Folgen ist das Risiko überschaubar, die Wirkung dafür umso größer.
Alles zum Anime findet ihr in unserem Artikel zum Madoka Universum.
Ihr sucht etwas für die ganze Familie oder jüngere Zuschauer? Hier ist Cardcaptor Sakura die beste Wahl. Der Anime hat einen hohen Feel-Good-Faktor, eine überschaubare Folgenzahl und funktioniert generationsübergreifend. Erwachsene können ihn genauso genießen wie Kinder.
Mehr erfahrt ihr in unserem Cardcaptor Sakura Artikel.

In den folgenden Abschnitten stelle ich euch diese und viele weitere Magical Girl Anime im Detail vor – von den Anfängen in den 60ern bis heute.
Die Entstehung und Geschichte des Magical Girl Genre

In den folgenden Abschnitten schauen wir uns die Entstehung und Geschichte des Magical Girl Genres an. Für die wichtigsten Magical Girl Anime kommen zur reinen Geschichte auch Kurzreviews dazu. Diese werden nach und nach weiter ergänzt und helfen euch besser ins Genre reinzukommen oder Geheimtipps zu finden, die ihr bisher vielleicht noch nicht kennt.
Magical Girl Anime in den 60ern – die Anfänge
Die Geschichte der magischen Mädchen beginnt bereits in den 60er Jahren. Die Inspiration der Genrepioniere stammt nach eigenen Aussagen aus den USA. Die bei uns unter dem Namen Verliebt in eine Hexe bekannte Sitcom erfreute sich auch in Japan großer Beliebtheit. Die Serie war zu seiner Zeit auch deshalb wegweisend, weil sie die Rolle der Frau weg vom typischen Haushalt machen und Kinder erziehen brachte.
Das imponierte Mangazeichner Fujio Akatsuki so sehr, dass er 1962 seinen Manga Himitsu no Akko-chan oder auf Deutsch Akko-chans Geheimnisse für das japanische Ribbon Magazin zeichnete. Im Jahr 1969 folgte dann eine Anime-Adaption. Somit war Himitsu no Akko-chan der erste Magical Girl Manga.
Sally, die Hexe (1966)
○ Noch nicht gesehen
Mahou Tsukai Sally oder auf Deutsch Sally, die Hexe folgte 1966 als Manga ebenfalls im Ribbon Magazin. Dieser Manga wurde noch im selben Jahr als Anime umgesetzt, darf sich also erster Magical Girl Anime nennen. Auch Sally war stark von der amerikanischen Erfolgsserie inspiriert.
Beide Serien hatten schon einige der heute typischen Eigenschaften. Es handelt sich um Mädchen im Schulalter (wenn auch noch etwas jünger als heute üblich), die ihre Kräfte geheim halten und müssen für Recht und Ordnung sorgen. Im Alltag ging es schon genau so um Liebe, Schule und Freundschaft. Bei Verliebt in eine Hexe war die Heldin allerdings noch eine Erwachsene Frau. Der Fokus der Japaner lag hier von Anfang an auf einem jüngeren Publikum.
Magical Girl Anime in den 70ern – das wilde Jahrzehnt
Im folgenden Jahrzehnt, den 70iger Jahren, wurden die Magical Girls etwas erwachsener und auch die Handlungen ließen düstere Töne anklingen.
Osamu Tezuka der Erfinder des auch bei uns bekannten Astro Boys brachte im Jahr 1970 den Manga Fushigi na Merumo oder auf Deutsch Zauberhafte Melmo an den Start. Ein Jahr später folgte die Umsetzung als Anime und erfreute sich großer Beliebtheit.
Cutie Honey (1973)
▶ Teilweise gesehen
Das 1973 entstandene Cutie Honey von Go Nagai dürfte der ein oder andere von euch kennen. Denn es wurde in den 90igern als Remake auf SAT1 ausgestrahlt. Der Anime ist deshalb besonders interessant, weil er viele heute übliche Standards etablierte. Dazu gehörten die Verwandlungssequenzen mit Sprüchen und feste Attackennamen. Auch Zauberkräfte spielten im Kampf eine große Rolle. Von einer Kinderserie kann aufgrund des erstaunlich hohen Gewaltgrads und Ecchi Elementen kaum die Rede sein.
Meg, das Hexenmädchen (1974)
▶ Teilweise gesehen
Der dritte Magical Girl Anime der 70er Jahre, den ich hier erwähnen möchte, ist Majokko Megu-chan oder auf Deutsch Meg, das Hexenmädchen. Dieser Anime erschien im Jahr 1974. Der Anime ist deshalb besonders und findet hier seine Erwähnung, weil er zum ersten Mal richtig ernste Töne anschlägt. Während die bereits genannten Titel aus diesem Jahrzehnt bereits davon abgerückt sind, dass das Leben doch irgendwie immer schön ist, legt Majokko Megu-chan noch eine Schippe drauf. Themen wie häusliche Gewalt und Selbstmord spielen hier eine Rolle.
Magical Girl Anime in den 80ern
Ab 1980 wird es deutlich unübersichtlicher, was die Veröffentlichungen angeht. Neben dem Toei Animation Studio, das von Anfang an bei den Magical Girls mit mischte, kam hier die große Zeit von Studio-Pierrot. Minky Momo aus dem Jahr 1982 ist hier sicherlich die bekannteste Vertreterin. Wie viele ihrer Vorgängerinnen bekommt das Mädchen magische Kräfte und kann sich damit in eine erwachsene Frau verwandeln. Dabei schlüpft sie immer wieder in neue Rollen.
Viele weitere Serien des Genres stammen aus dem Studio Pierrot, bei uns in Deutschland kamen diese Serien allerdings nie wirklich an. Dabei hat das Studio an sich einiges in der westlichen Welt etabliert. Wer kennt nicht die klassische Nils Holgersson Serie? Wofür Studio Pierrot im Bereich Magical Girl besonders bekannt ist, ist der Klassiker Creamy Mami, the Magic Angel aus dem Jahr 1984.
Minky Momo (1982)
✓ Komplett gesehen

Minky Momo erzählt von einem Magical Girl, das aus dem Königreich Fenarinarsa auf die Erde kommt, um Menschen zu helfen, dabei mithilfe ihrer Verwandlungen Energie zu sammeln und so ihre Heimat zurückzubringen.
Meine Wertung:
Creamy Mami, the Magic Angel (1984)
▶ Teilweise gesehen

Creamy Mami, the Magic Angel folgt der zehnjährigen Yū Morisawa, die von einem außerirdischen Schiff magische Kräfte erhält und sich in die einige Jahre ältere Idol-Sängerin Creamy Mami verwandeln kann, das allerdings nur für ein Jahr. Mit den Maskottchen Posi und Nega meistert sie Auftritte, TV-Shows und den plötzlichen Ruhm, während sie ihre wahre Identität geheim halten muss. Zwischen Schule, Freundschaften und erster Liebe gerät Yū immer wieder in chaotische Situationen, weil Magie nicht jede Alltagskrise löst.
Magical Girl Anime in den 90ern – der große Durchbruch
Bisher waren Magical Girls ja eher als Einzelkämpferinnen unterwegs. Das änderte sich nicht nur in den 90ern, sondern wurde recht schnell zum Genre-Standard aufgrund des durchschlagenden Erfolgs auf der ganzen Welt. Auch der heute noch gängige Farbcode etablierte sich. Der Hauptcharakter trägt meist Pink. Blau steht für schlau, aber oft schüchtern. Rot steht für die Hitzköpfige und Gelb für die Optimistische, die oft eine Art Mutterfigur für den Hauptcharakter oder die Gruppe fungiert. Geht an dieser Stelle ruhig mal die Magical Girl Gruppen durch, die euch einfallen.
Sailor Moon (1992)
✓ Komplett gesehen

Sailor Moon ist das wohl bekannteste Magical Girl überhaupt. Ihre Abenteuer sind ein absolutes Muss für jeden Fan und für alle Neueinsteiger. Wenige andere Anime haben die Popkultur weltweit bis heute so stark geprägt.
Lesetipp! Die komplette Geschichte von Sailor Moon findet ihr in diesem Artikel: Die Geschichte von Sailor Moon
Meine Wertung:
Cardcaptor Sakura (1998)
✓ Komplett gesehen

Sailor Moons größte Konkurrentin, die nie ganz aus dem großen Schatten treten konnte, aber sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Natürlich gibt es Ähnlichkeiten zwischen den beiden, aber auch große Unterschiede!
Lesetipp! Hier findet ihr alles was ihr zu Cardcaptor Sakura wissen müsst: Die Geschichte von Cardcaptor Sakura
Meine Wertung:
Wedding Peach (1995)
✓ Komplett gesehen

Wedding Peach und die Liebesengel nehmen euch mit auf ein Abenteuer und sind in Deutschland nicht zuletzt dank ihrer „interessanten“ Synchro durchaus Kult.
Meine Wertung:
Kaito Saint Tail (1995)
✓ Komplett gesehen

Die 90er Jahre Anime zeigen eine große Vielfalt und dazu gehört auch Kaito Saint Tail, die sich als Diebin für die gute Sache einen Namen macht!
Meine Wertung:
Weitere nennenswerte 90er Magical Girls
Magical Doremi
○ Noch nicht gesehen
Ein weiterer von vielen Klassikern aus diesem Jahrzehnt ist Magical Doremi. Grundsätzlich richtet sich der 1999 erschienene Anime eher an ein jüngeres Publikum. Doremi brachte den Hexen aus der Anfangszeit des Genres ihr Comeback.
Kamikaze Kaito Jeanne
○ Noch nicht gesehen
Außerdem solltet ihr euch Kamikaze Kaito Jeanne nicht entgehen lassen. Auch wenn sie gegen die übermächtige Sailor Moon etwas in der zweiten Reihe stand, gerade in unserer westlichen Wahrnehmung, ist der Anime einen Blick wert und zeigen sich angenehm eigenständig.
Magic Knight Rayearth
▶ Teilweise gesehen

Das zweite große Magical Girl Epos der 90er Jahre von Studio Clamp nennt sich Magic Knight Rayearth. Es handelt sich hier nicht um einen reinen Magical Girl Anime, man würde heute eher von Isekai sprechen. Auch wenn Isekai älter ist als Sword Art Online und Co, lag der Magical Girl Aspekt 1994 hier stärker im Fokus. Der Anime ist besonders interessant für Fans von Fantasywelten, da die drei Heldinnen aus Tokio in eine fremde Welt gezogen werden.
Magical Girls in den 2000ern und 2010ern
Die Jahre von 2000 bis 2009 sind eher schwierig für das Genre. In diesem Jahrzehnt erschienen keine Klassiker, die wirklich bis heute hängen geblieben sind. Nur Tokyo Mew Mew aus dem Jahr 2002 hat sich innerhalb des Genres ein wenig Kult erarbeitet. Aus deutscher Sicht bekamen wir auf RTL2 Anfang der 2000er die oben genannten Anime Magical Doremi, Wedding Peach und Kamikaze Kaito Jeanne. Cardcaptor Sakura sicherte sich Pro7 im Jahr 2003.
Erwähnenswert sind die Anfänge der bis heute reichlich Material produzierenden Jewelpet- und Pretty-Reihen. Hier gibt es fast jährlich neuen Anime Nachschub.
Tokyo Mew Mew (2002)
✓ Komplett gesehen

Catgirls, Maids und Magical Girls in einem? Das bietet euch Tokyo Mew Mew als Magical Girl Anime traditioneller Art.
Meine Wertung:
Das gerade vergangene Jahrzehnt ab 2010 zeigt sich wieder deutlich spannender. Zum einen sind viele Titel noch recht frisch im Gedächtnis, zum anderen bekamen wir auch einige richtig starke Magical Girls zu sehen. Im Januar 2011 feierte der wohl wichtigste Anime des Genres seit Sailor Moon seine Premiere. Es geht natürlich um Puella Magi Madoka Magica!
Puella Magi Madoka Magica (2011)
✓ Komplett gesehen

Puella Magi Madoka Magica hat dem Magical Girl Genre neues Leben eingehaucht und es von einer Seite gezeigt, die viele davor so noch nicht kannten. Ein Muss für alle!
Lesetipp! Hier findet ihr alles was ihr zu Puella Magi Madoka Magica wissen müsst: Das Madoka Universum
Meine Wertung:
Fate/Kaleid Liner Prisma Illya (2013)
▶ Teilweise gesehen

Auch das Fate Universum hat eine eigene Magical Girl Serie geschaffen. Dabei erlebt ihr die Abenteuer von Illya und ihren Freunden!
Meine Wertung:
Magical Girl Raising Project (2016)
✓ Komplett gesehen

In Magical Girl Raising Project geht es düster zu. Was wäre, wenn Magical Girls zu einer Art Battle Royale gezwungen werden? Hier erfahrt ihr es!
Meine Wertung:
Weitere nennenswerte 2000er und 2010er Magical Girls
Pretty Cure
○ Noch nicht gesehen
Seit 2004 gibt es die Pretty Cure Reihe, die sehr regelmäßig neue Staffeln spendiert bekommt und damit mittlerweile auf fast 20 Ableger kommt! Dabei hat sich eine treue Community gebildet. Ihr bekommt, wenn ihr euch auf die Reihe einlasst, jede Menge Magical Girl Content!
Magical Girl Lyrical Nanoha
▶ Teilweise gesehen
Magical Girl Lyrical Nanoha aus dem Jahr 2004 ist einer der wenigen Genrevertreter der 2000er mit einer bis heute treuen Fangemeinde. Die neunjährige Nanoha sammelt mit ihrem magischen Stab gefährliche Jewel Seeds ein. Das erinnert nicht zufällig an Cardcaptor Sakura. Trotzdem geht Nanoha schnell eigene Wege und überrascht mit einer Mischung, die man so vom Genre nicht erwartet, außerdem ist der Ton der Serie etwas Erwachsener. Das Franchise wuchs über die Jahre mit mehreren Staffeln und Filmen stetig an und für 2026 wurde ein komplett neuer Anime angekündigt.
Sailor Moon Crystal
▶ Teilweise gesehen
Sailor Moon selbst bekam mit Sailor Moon Crystal eine Neuauflage spendiert, die optisch deutlich näher am Manga war. Während die alte Serie auf ganze 200 Folgen kam, ist Crystal etwas kompakter gehalten.
Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online
▶ Teilweise gesehen
Außerdem muss hier noch das Sword Art Online Franchise erwähnt werden. Mit Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online kommen diesmal die Mädels voll zum Zug. Sicher ist GGO kein reiner Magical Girl Anime, da die Verwandlung in der virtuellen Realität stattfindet. Dennoch passt es hier hin, da er sicherlich neue Fans für das Genre begeistert.
Pretear
✓ Komplett gesehen
Pretear folgt der Geschichte von Himeno Awayuki, einem gewöhnlichen Mädchen, das plötzlich als Pretear auserwählt wird. Ihre Bestimmung ist es, gemeinsam mit sieben mystischen Kriegern die Welt vor einer drohenden Dunkelheit zu schützen. Jeder Krieger repräsentiert ein Element und Himeno muss ihre Kräfte mit ihnen vereinen, um das Böse zu bekämpfen.
Sasami Magical Girl Club
✓ Komplett gesehen
Etwas kurios mutet Sasami Magical Girl Club auf den ersten Blick an. Das liegt zum einen an den gruseligen Augen der Charaktere, aber auch am etwas ungewöhnlichen Konzept. Es gibt keine klassischen Monster oder ähnliches. Es geht um das Erlernen der Fähigkeiten eines Magical Girls, Freundschaft und natürlich auch trotzdem um eine Bedrohung im Hintergrund.
Yuki Yuna is a Hero
▶ Teilweise gesehen
Yuki Yuna is a Hero folgt der Geschichte von Yuki Yuna und ihren Freundinnen, die als Heldenclub bekannte Schülerinnen sind und in einer eigentlich friedlichen Welt leben. Doch als sie auserwählt werden, um gegen mysteriöse Feinde zu kämpfen, ändert sich alles. Um die Menschheit zu retten, setzen sie ihre magischen Fähigkeiten ein, werden aber mit Opfern und Herausforderungen konfrontiert, die ihre Entschlossenheit auf die Probe stellen.
Cardcaptor Sakura: Clear Card Arc
✓ Komplett gesehen
Im Jahr 2018 feierte der zweite Teil von Cardcaptor Sakura mit dem Clear Card Arc seine Premiere. Mit einem neuen modernen Zeichenstil und einer älteren Sakura bestreitet das Magical Girl mit ihren Mitstreitern weitere Abenteuer, die vom Aufbau denen, der originalen Serie ganz ähnlich sind. Die Serie umfasst aber leider nicht den kompletten Clear Card Arc, 2024 wurde aber eine Fortsetzung angekündigt, die bisher auf sich warten lässt.
Die 2020er, die Zukunft und das Fazit
Die 2020er fingen auf jeden Fall bereits vielversprechend an. Das Madoka Franchise hat ein Spin-Off spendiert bekommen, mit Magia Record. Außerdem fand Sailor Moon ihren Weg in die Kinos mit gleich zwei Filmen, die die Crystal Serie weiter abschließen. Darüber hinaus bin ich gespannt, was die nächsten Jahre alles bringen werden!
Magia Record (2020)
✓ Komplett gesehen

Das heiß erwartete Madoka Spin-off sollte die 2020er Ära der Magical Girls einleiten. Das gelang dann nur teilweise.
Meine Wertung:
The Magical Girl and the Evil Lieutenant Used to Be Archenemies (2024)
✓ Komplett gesehen

Ein unvollendetes Magical Girl Werk, das mit seinem Humor und ganz viel Charme und wirklich wundervolle Geschichte erzählt und damit zum Highlight wird.
Meine Wertung:
Weitere nennenswerte 2020er Magical Girls
Acro Trip
✓ Komplett gesehen
Acro Trip aus dem Jahr 2024 räumt keine Preise ab, ist aber ein ganz netter Happen zwischendurch. In der Hauptrolle steht eigentlich nicht das Magical Girl Berry Blossom, sondern ihr größter Fan Chizuko Date. Sie verbündet sich aber ausgerechnet mit Chrome größten Feind. Aber nur um dafür zu sorgen, dass Berry Blossom weiter die Stadt beschützen kann und nicht ihren Job als Magical Girl an den Nagel hängt. Das ist alles mit leichtem Humor verpackt.
Wonderful Precure
▶ Teilweise gesehen
Wonderful Precure von 2024 ist der 21. Ableger des Pretty Cure Franchise und dreht sich rund um das Thema Mensch-Tier-Freundschaft. Der besondere Clou: Nicht die Schülerin Iroha wird zum Magical Girl, sondern ihr Hund Komugi, der sich dank magischer Kräfte in ein Mädchen verwandeln und als Cure Wonderful kämpfen kann. Gemeinsam mit der Katze Yuki und ihren Besitzerinnen beschützen sie die Animal Town vor mysteriösen Kreaturen. Wonderful Precure richtet sich wie die meisten Pretty Cure Serien primär an Kinder, überzeugt aber mit einer ungewöhnlich herzlichen Dynamik zwischen den menschlichen und tierischen Hauptfiguren. Wer mit dem Pretty Cure Franchise bisher nichts anfangen konnte, wird auch hier nicht bekehrt. Für Fans der Reihe und Tierliebhaber ist es aber ein gelungener Ableger.
Mahou no Shimai Lulutto Lilly
▶ Teilweise gesehen
Mit Mahou no Shimai Lulutto Lilly liefert Studio Pierrot 2026 den ersten Magical Girl Anime seit gut zwei Jahrzehnten und will die alte Magie ein weiteres Mal zurückbringen. Im Mittelpunkt stehen die Schwestern Fuu und Rui, die für ein Jahr magische Kräfte erhalten und sich in Idol-Magical-Girls verwandeln können. Mit den beiden Sidekicks Uguisu und Azuki an ihrer Seite müssen sie nicht nur ihre Identität geheim halten, sondern auch wieder zueinander finden. Wie üblich richtet sich der Anime eher an Jüngere, ist aber auch für Erwachsene schaubar. Ich halte euch auf dem Laufenden, wie sich die laufende erste Staffel entwickelt!
Neue Magical Girl Anime 2026 – diese Serien und Filme sind angekündigt
Hier eine kleine Vorschau auf die wichtigsten Magical Girl Anime, die angekündigt sind und bald erscheinen.
Puella Magi Madoka Magica the Movie: Walpurgisnacht Rising – geplant für den 28. August 2026. Das ist mit Abstand der größte kommende Release im Genre. Die langersehnte Madoka Fortsetzung im Filmformat!
Magical Girl Lyrical Nanoha EXCEEDS Gun Blaze Vengeance – startet im Juli 2026. Zum 20-jährigen Jubiläum des spannenden 2000er-Anime gibt es Nachschub und bietet einen tollen Einstieg für alle, die abseits der Klassiker das Genre neu leben möchten.
Lesetipp!
Magical Girls zum Anfassen? Wir zeigen euch unsere schönsten Magical Girl Figuren:
Magical Girls – das große FAQ
Hier findet ihr die häufigsten Fragen zum Magical Girls, die entweder noch nicht beantwortet wurden oder ihr hier in praktischer, kompakter Form nochmal wieder findet.
Magical Girls sind und bleiben fester Bestandteil der Anime-Kultur. Neben den genannten Serien gibt es unzählige weitere, die darauf warten, von euch entdeckt zu werden. Ich hatte mich aber auf die wichtigen Klassiker fokussiert, um die Länge des Artikels einigermaßen in Grenzen zu halten. Schreibt mir gerne einen Kommentar, wenn ich einen Titel vergessen habe, der eurer Meinung nach keinesfalls fehlen darf.
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