Musik

Babymetal – Metal Galaxy Review

Jetzt ist es so weit, das dritte Album von Babymetal ist am 11.10. erschienen und hört auf den Namen Metal Galaxy. Natürlich habe ich direkt reingehört und mir gedacht ich schreibe für euch hier mal auf was ich von dem Album insgesamt und dein einzelnen Songs halte. Ich möchte noch dazu sagen, dass ich hier ganz klar aus Perspektive eines Metalers schreibe und deshalb bestimmte Dinge anders einordne als ihr es vielleicht tun würdet.

Vor ab wurden ja nach und nach einige der Lieder bereits veröffentlicht und gaben schon einen ungefähren Eindruck darüber was und erwarten wird. Und naja, sagen wir so, ich war nicht so begeistert. Auch jetzt nachdem ich die Scheibe komplett gehört habe bin ich durchaus etwas enttäuscht, aber es hält sich insgesamt in Grenzen, da ich ja schon ungefähr wusste was kommt.

Das Album Metal Galaxy lässt sich grob in drei Abschnitte gliedern. Es geht mit einem deutlich stärkeren J-Pop-Einschlag los, aber sehr wenig Metal. Im zweiten Teil wird die Platte deutlich härter, aber bleibt weit entfernt vom Niveau und der Spielfreude des ersten Albums. Den Schluss machen dann nochmal Tracks die alle in die Richtung des beliebten The One von der letzten Platte gehen.

Es fällt finde ich auch auf, dass die alte Sängerin nicht mehr dabei ist und durch eine der bisherigen Background Sängerinnen ersetzt wurde. Der Unterschied in den Stimmen ist eigentlich minimal, aber irgendwie fehlt das gewisse Etwas in den Vocals.

Jetzt aber zu den einzelnen Songs von Metal Galaxy!

Future Metal

Los geht es natürlich mit einem Intro Track, anfangs noch mit Gitarre und etwas Elektroeinschlag wie man das ja von der Band kennt. Dann wird es allerdings passend zum Albumtitel Metal Galaxy abgespacet, hymnisch und sphärisch.

Da Da Dance

Auch bei Da Da Dance startet der Track mit der typischen Babymetal Mischung als Rock und Elektro, wird aber mit Einsetzen der Vocals zum typischen J-Rock Titel der auch ein Anime Intro darstellen könnte. Könnte vor allem bei den Vocals einiges an Schwung vertragen und man hätte sich den Autotunes Refrain sparen können. Wenigstens findet sich hier mal ein kurzes Gitarrensolo, wenn auch nur sehr kurz.

Elevator Girl – English Version

Elevator Girl ist ein sehr eingängiger Titel der einen gewissen Gute-Laune-Vibe versprüht. Angenehme Härte, aber wieder ein sehr weicher Refrain, wie ich finde. Insgesamt ist der Song aber sehr eintönig und wiederholt sich ständig.

Shanti Shanti Shanti

Dieser Track ist vorab schon zu einem echten Fan Liebling geworden. Der sehr starke indische Einfluss ist irgendwie schrecklich, aber so unglaublich eingängig, dass er doch eine gewisse Faszination ausübt. Jedenfalls eins der kreativsten Lieder auf dem Album. Hier ist von Rock oder sogar Metal aber auch kaum noch etwas zu hören.

Oh! Majinai

Es geht direkt mit starkem Balkan/Russland Einschlag weiter. Dazu noch ein Gastauftritt von Sabaton Sänger Joakim Brodén. Eigentlich mag ich seinen Gesang bei Sabaton ja sehr, aber hier trägt er wirklich nichts zum eh schon sehr mäßigen Song bei. Wieder ist das komplette Lied musikalisch und auch gesanglich extrem eintönig. Dafür wenigstens wieder härter.

Brand New Day

Brand New Day ist eine typische J-Rock Nummer mit leichtem Kpop Einschlag. Mir ist das wieder zu belanglos und popig. Vielen Fans die nicht so tief im Metal drin stecken wird aber gerade das gefallen.

Night Night Burn!

Bei Night Night Burn! wird es wieder etwas härter, allerdings kommt auch hier wieder der Anime Intro Einfluss stark zum Tragen. Nur fehlt dem Lied trotzdem der Ohrwurmfaktor und lässt mich deshalb ziemlich kalt. Dafür tut der Song niemandem weh.

In The Name Of

Hier beginnt der angesprochene zweite Teil, mit einem eigenen Intro und das überraschend gut. Der Track erinnert mich stark an Sepultura bzw. Soulfly. Es ist zwar nicht von den Mädels zu hören, aber immerhin ein Lichtblick auf dem eher holprigen Weg bisher.

Distortion

Distortion ist das erste veröffentlichte Lied vom Album. Es geht stark und recht hart los, so wie ich das von Babymetal erwarte. Allerdings macht sich relativ schnell Ernüchterung breit, weil dem Lied das Highlight fehlt. Ich hätte mir noch ein richtig schönes Gitarrensolo gewünscht, aber es geht immer wieder gleich weiter.

Pa Pa Ya!!

Auch bei Pa Pa Ya!! ist der Einstieg gut gelungen. Diesmal geht es auch gut weiter mit einer schön Eingängigkeit ohne ins Popige abzudriften. Die gerapte Passage in der Mitte des Tracks ist sicherlich Geschmacksache, ist aber das was die Band mit den teils wilden Genremixen bisher ausgemacht hat.

Kagerou

Mit Kagerou folgt auch leider schon wieder der letzte Teil des kleinen Hochs. Der Mix aus Metal und J-Pop ist perfekt ausbalanciert. Die Gitarren sägen richtig schön und der Gesang ist wirklich stark. Kagerou könnte sich zu meinem Lieblingslied von dieser Scheibe entwickeln.

Starlight

Jetzt beginnt Teil drei mit Starlight, was in den harten und treibenden Passagen gut funktioniert. Bis auf die choralen Gesangteile gefällt es mir gut, diese hätte man sich einfach sparen können.

Shine

Wer The One, vom vorigen Album, mochte wird hier sicher seinen Spaß haben. Mit schwebt Shine zu sehr in irgendwelchen Sphären herum, auch wenn hier mal ein kurzes Solo ausgepackt wird. Insgesamt muss ich leider sagen ist das Lied ziemlich langweilig.

Arkadia

Arkadia schließt Metal Galaxy ab und beginnt da wo Shine davor aufgehört hat, in irgendwelchen himmlischen Sphären. Dann geht es aber nochmal richtig in ordentlicher Power Metal Manier vorwärts. Das hätte ich gern viel häufiger gehört! Arkadia klingt generell als wäre es für das Vorängeralbum gedacht gewesen. Hier reicht es um einen verhältnismäßig starken Schlusspunkt zu setzen.

Das war dann auch eine erste CD Review. Dieses Review ist jetzt erst Mal ein Versuch, da ich mir noch nicht sicher bin ob es nicht besser ist ein Musikalbum eher allgemein zu besprechen. Während des Schreibens eigte sich, dass es gar nicht so einfach ist zu jedem Lied etwas gehaltvolles zu schreiben.

Jetzt würde mich auch eure Meinung interessieren, denn gerade Babymetal sind eine Band die viel Stoff zur Diskussion bieten. Schreibt doch einfach einen Kommentar! Außerdem möchte ich euch an dieser Stelle noch meine 20 Lieblingsalben empfehlen, bei denen auch Babymetal vorkommen!

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