Ori and the will of the wisps
Gaming

Ori And The Will Of The Wisps – Durchgespielt

Mit Ori And The Will Of The Wisps erschien am 11. März 2020 Teil Zwei der Ori Reihe für die Xbox und den PC. Entwickelt wird das Jump & Run von den österreichischen Moon Studios die zu Microsofts First Party Studios zählen. Sonst haben die Moon Studios bisher nur den 2015 erschienen Vorgänger Ori And The Blind Forest herausgebracht.

Die Ori Reihe, um den namens gebenden Geist, funktioniert nach dem beliebten Metroidvania Prinzip. Das sind spezielle Jump & Runs die darauf ausgelegt sind, dass der Spieler im Laufe des Abenteuer regelmäßig neue Fertigkeiten dazu bekommt. Diese erschließen dann neue Möglichkeiten und Gebiete in der meist recht offen gehaltenen Spielwelt. Außerdem zeichnen sich diese Spiele oft durch ihren knackigen Schwierigkeitsgrad aus.

Ihr bekommt das Spiel ausschließlich digital für 29,99€ zu kaufen. Alternativ könnt ihr es sowohl auf Xbox als auch PC ohne Zusatzkosten als Xbox Game Pass Mitglied spielen.

Die Story

Die Geschichte ist, ähnlich wie im ersten Teil, wieder sehr emotional und oft melancholisch gehalten. Ori und seine Freunde nehmen eine kleine Eule bei sich auf. Diese hat allerdings einen verkümmerten Flügel, weshalb es mit dem Fliegen Lernen nicht so recht klappt. Ori ist allerdings auf Zack und bindet kurzerhand eine Feder hervorholt die er der Eule um den Flügel bindet. So klappt es dann und die beiden schwingen sich voller Tatendrang in die Lüfte! Es kommt aber ganz anders und als das Duo in ein Gewitter gerät löst sich die Feder. Das führt zum Absturz und trennt die Freunde von einander.

Ori and the will of the wisps grafik lichtung

Damit nicht genug. Die Welt in der Ori zu sich kommt ist voller kleiner und großer Gefahren. So muss er nicht nur seinen verlorenen Freund finden, sondern noch ein viel größeres Abenteuer erleben. Vergesst bei der ganzen Aufregung aber nicht die Welt auf euch wirken zu lassen! Mehr dazu weiter unten.

Auch wenn Ori And The Will Of The Wisps ziemlich direkt nach seinem Vorgänger spielt braucht ihr euch diesen nicht vorher anschauen. Die Story ist komplett nachvollziehbar.

Wie spielt sich Ori?

Den ersten Teil Ori And The Blind Forest habe ich nach einigen Stunden noch liegen lassen, da er doch recht frustig und unfair sein konnte. Der Nachfolger spielt sich dafür fast immer Butterweich. Die Kämpfe machen Spaß und sind deutlich vielseitiger, das Erkunden der schön designten Level ist immer neu spannend und es gibt immer wieder Belohnungen und neue Fertigkeiten. Dadurch entsteht ein sehr angenehmes Pacing und läss euch das Gameplay immer wieder etwas variieren. Das motiviert ungemein zum Weitermachen.

Auch die kleinen Rätsel sind gut ausbalanciert. Ich musste immer mal wieder nachdenken und ausprobieren, aber blieb nie sonderlich lange hängen. Mal müsst ihr einfach einen Schalter finden der euch die Tür öffnet, dann mehrere Schlüsselsteine die im umliegenden Areal verteilt sind finden. Selten sollt ihr auch unter Zeitdruck mal ein Rätsel lösen, dafür häufiger Projektile so umleiten, dass sie euch den Weg frei machen.

Die Steuerung ist dabei meistens sehr flüssig und direkt. Ich kam im Eifer des Gefechts allerdings immer mal wieder etwas durcheinander mit den ganzen Skills. Das möchte ich aber nicht dem Spiel ankreiden, sondern eher meiner eigenen Schusseligkeit. Auch wenn mehrere fliegende Gegner ins Spiel kommen wird es manchmal etwas hektisch und unübersichtlich. Ori bleibt insgesamt aber auch auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ein anspruchsvolles Spiel.

Während ihr im ersten Teil noch manuell mit Hilfe eurer gesammelten Energie speichern musstet, übernimmt das Spiel das für euch jetzt in sehr fairen kurzen Abständen. So müsst ihr fast nie längere Abschnitte wiederholen. Selbst bei den Bosskämpfen bekommt ihr faire Checkpoints gesetzt. Diese sind in verschiedene Phasen aufgebaut und meistens richtig schön groß. Es dauert auch eine ganz schöne Weile bis ihr die großen Brocken besiegt habt. Da kommt noch Mal richtig Nervenkitzel auf!

Was mir allerdings immer noch weniger gefallen hat, waren die Fluchtsequenzen in denen ihr meist von einem riesigen Monster oder einer Flutwelle verfolgt werdet. Diese waren im Vorgänger schon der Hauptgrund das Spiel liegen zu lassen. Auch wenn sie diesmal besser von der Hand gehen, bleiben sie leider nervig. Es ist immer eine Prise Trial and Error dabei und sie sind vor allem unglaublich lang. Dazu kommt, dass es keine Checkpoints gibt. Ihr fangt diese Sequenzen also jedes mal wieder von vorne an.

Wie kann ein Spiel nur so schön sein?

Neben der schönen emotionalen Geschichte ist sicherlich die Grafik das absolute Highlight von Ori. Speziell auf unserem OLED Fernseher mit HDR sieht das Spiel zu jeder Zeit absolut fantastisch aus. Das Spiel setzt auf malerische Kulissen und wunderschöne Lichteffekte. Die Kulissen können mal beruhigend schöne Lichtungen im Wald sein, dann wieder dunkle beklemmende Höhlen oder auch einfach leere Weite. Kein Gebiet fällt hier ab.

Ori and the will of the wisps grafik düster

Auf unserer XBox One S konnte ich leider nicht in 4k spielen, aber auch in 1080p kommt die Atmosphäre super rüber. Was dafür unschön ist, sind die teilweise Sekunden langen Hänger in denen das Spiel komplett stehen bleibt. Ich kann nicht genau sagen ob diese Hänger abhängig vom Gebiet waren oder von der Spielzeit in einer Session am Stück.

Die Screenshots die ihr hier im Artikel seht stammen aus der PC Fassung, da es natürlich einfacher ist diese zu erstellen.

Einen weiteren großen Beitrag zur intensiven Stimmung und Atmosphäre liefert der stimmige Sound. Die Soundeffekte klingen angenehm und sind der entsprechenden Umgebung schön angepasst. Ein großes Highlight ist aber auch die Musik. Diese passt sich optimal dem aktuellen Geschehen an. Manchmal ist sie gar nicht zu hören, dann nur leise im Hintergrund und wenn es dann ordentlich zur Sache geht peitscht sie euch auch mal richtig vorwärts.

Das Fazit

Ist Ori And The Will Of The Wisps ein Meisterwerk? Ja, trotz der im Text genannten kleinen Schwächen greift hier fast alles perfekt ineinander. Die Macken verzeihe ich dem Spiel genau deshalb gerne. Man merkt an jeder Stelle, dass hier Liebe drin steckt. Das ist etwas was vielen Spielen heute fehlt.

Kauft euch das Game wenn euch Jump & Runs nicht grundsätzlich abschrecken. Wenn ihr noch unsicher seid nutzt das günstige Probeabo für den Game Pass und gebt Ori eine Chance!

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